Swoopo macht süchtig

25 October, 2008 (22:26) | German

Ein Viertel aller Swoopo-Auktionen wurde von nur 280 Bietern gewonnen, bis zu 375 Auktionsgewinne gehen auf das Konto eines einzigen Teilnehmers, einzelne Swoopo-Bieter kaufen Waren im Wert von mehr als 20.000 Euro… Mehr Suchtdiagnose gibt es HIER

Why Telebid is really called Swoopo

7 October, 2008 (15:21) | English, Piening

There’s been a lot of fuss about Telebid, a German internet startup which launched with a sensationally new business concept in 2005: Many people fling away money for nothing. And in doing so not only finance the bargains of a winning minority but also the entire work force of the company behind the rip-off. We managed to get hold of Gunnar Piening for a short and exclusive interview and used the opportunity to ask the Sofina boss and Swoopo-operator why Telebid really needed a new name:

Swoopoo: First a new CEO, now a new name. You had your PR agency state that Telebid now longer stands for what the concept represents today. Mr Piening, exactly how serious do think will people be taking you after you only announced last year that the name Telebid was standing for the company’s aim to make it to the television screen?

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Gunnar Piening: I am suprised you’re mentioning that, actually. Most people are just as oblivious as they are dimwitted. Of course you’re right. Indeed we’ve been having high hopes for making use of the TV programme to extend our circle of customers.

Swoopoo:…following the example of 9Live who have been luring the dumbest and the most blue-eyed people on this plant for years now.

Gunnar Piening: Well, if you’re talking about inspiring examples I’d rather have you mention our competitor Luupo. After launching in 2007 they have done just about everything right that we did wrong…

Swoopoo: Which would explain why the new name Swoopo sounds just a little bit like Luupo… Speaking of mistakes, I assume you’re hinting at your recent publicity issue?

Gunnar Piening: Absolutely, if you’re refering to our dispute with one heck of a loudmouthed blogger out there. These kind of people ought to be locked up, if you ask me. Where would this country end up if everybody were allowed to express his discontent about every other genius who developes a way to profit from the stupidity of the crowd. However, the court did not share my view and decided that the dirt may continue to dominate the search engines.

Swoopoo: Dirt, what dirt?

Gunnar Piening: I guess, you’ve never googled for “telebid”,, have you? The first page is full of aggravated dumb-heads who seem to think we lie, deceive and ought to be forbidden. Hehe, but nobody’s going to find that stuff when searching for “Swoopo”…

Swoopoo: well, that’s what I call perfect conditions for you launch in the U.S. The few goons who’d be clever enough to google on what they’re about to fall for, will not be finding anything. There just remains one question: For how long? We thank you for your time, Mr Piening!

Kampf der Zensur

7 October, 2008 (14:18) | German

Erst waren wir auf wordpress.com, allerdings überlebte unser Satire-Blog dort keine zwei Wochen. SoFina beschwerte sich beim Hoster und erwirkte eine Zensur. Wir dachten uns: Schade, dass eine so mächtige Institution klein beigibt und die wirtschaftlichen Interessen der Casino-Branche über die Meinungsfreiheit des Individuums stellt.

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Aber wir hätten keine Prinzipien, wenn wir uns dadurch kleinkriegen ließen - also zogen wir um. Diesmal auf einen kleinen Hoster: blogsome.com. Nachteil: Unsere Seite erzielte hier nich annähernd so gute Suchmaschinen-Positionen. Dennoch genug für den Swoopo-Betreiber, sich auch hier wieder beim Hoster auszuheulen. Unser Blog wurde erneut gelöscht.

Sieht ganz so aus, als würde dies in ein lustiges Katz-und-Maus-Spiel ausarten. Glaubt Swoopo wirklich, uns auf diesem Wege klein kriegen zu können?

Telebid war - Swoopo ist

10 September, 2008 (23:34) | German, Meinungen

Neuer Name - alter Ruf

Sofina spielt “Neuer Name - neues Glück”. Und wir bei swoopoo haben uns ein ganz besonderes Geschenk überlegt: den Telebid2swoopo-Publicity-Converter. Damit das Spiel mit dem neuen Namen nicht ganz so vom Zufall abhängt wie die Gewinnchance bei Swoopo. Hier eine kleine Kostprobe:

  • Swoopo ist sicherlich für die einen ein Nervenkitzel, für andere wiederum ein Schnäppchenmarkt, und für manche auch ein Institut, das nur ihr Geld einzieht, ohne wirklich etwas zu bekommen.
  • Swoopo ist auch nicht zu allen Uhrzeiten gleich gut besucht.
  • Swoopo ist nur etwas für Spieler
  • Swoopo ist mit Sicherheit das risikoreichste E-Commerce Modell,
  • Swoopo ist meiner Meinung nach ein Glücksspiel
  • Swoopo ist die pure abzocke!
  • Swoopo ist wie Lotto
  • Swoopo ist für seine Klagewut ja berüchtigt
  • Swoopo ist ein Glückspiel weil mit reiner Taktik nicht viel machbar ist

Warum Telebid wirklich Swoopo heißt

5 September, 2008 (16:32) | German, Piening

Viel Wirbel gab es um das Internet-Startup Telebid, das 2005 mit einem sensationell neuartigen Geschäftskonzept den Markt des Social Shopping eröffnete: viele Leute geben viel Geld für nichts aus und finanzieren damit nicht nur die erträumten Schnäppchen einer Minderheit sondern direkt die Belegschaft der 40köpfigen Betreiber-Firma. Wir sprachen kurz und exklusiv mit Sofina-Chef und Swoopo-Betreiber Gunnar Piening und fragten ihn, was die wirklichen Gründe dafür waren, dass für Telebid ein neuer Name hermusste:

Swoopoo: Erst ein neuer Geschäftsführer, jetzt ein neuer Name. Ihre PR-Agentur ließen sie begründen, die Bezeichnung stehe nicht mehr für das, was das Konzept heute verkörpere. Herr Piening, was meinen Sie, wie ernst man Sie nehmen wird, wo Sie doch erst letztes Jahr in einem Interview verkündeten, der Name Telebid würde für den großen Sprung aus dem Internet ins Fernsehen stehen?

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Gunnar Piening: Mich wundert, dass Sie das ansprechen. Die meisten Leute sind nämlich so vergesslich wie sie dumm sind. Aber Sie haben Recht. Tatsächlich hatten wir lange Zeit gehofft, irgendwann das Medium TV nutzen zu können um unseren Kundenkreis auszubauen.

Swoopoo: …wahrscheinlich nicht wenig nach dem Vorbild von 9Live, die ja schon jahrelang auf diesem Wege die blödsten und blauäugigsten Menschen dieses Planeten ködern.

Gunnar Piening: Nun, wenn Sie von Vorbildern sprechen, würde ich an dieser Stelle eher unseren Konkurrenten Luupo aufführen, der seit seinem Launch im Jahre 2007 so ziemlich alles richtig gemacht hat, was wir falsch gemacht haben.

Swoopoo: Was erklären würde, warum der neue Name “Swoopo” international ausgesprochen eine nicht geringfügige ähnlichkeit zu Luupo aufweist… Was die Fehler ihrerseits angeht, nehme ich an, Sie spielen auf Ihr kleines Publicity-Problem an?

Gunnar Piening: Durchaus richtig, sofern Sie unsere Auseinandersetzung mit einem meinungsfreudigen Blogger da draußen meinen. Solche Leute gehören verboten, wenn Sie mich fragen. Wo kämen wir nur hin, wenn jeder hier in diesem Land seinen Unmut kundtun dürfte, wenn es ihm nicht passt, dass ein cleverer Kopf sich mit der Dummheit der Masse eine goldene Nase verdient. Nunja, das Gericht sah das etwas anders und entschied, dass der Schmutz über unsere Firma weiterhin die Suchmaschinen dominieren darf.

Swoopoo: Schmutz, welcher Schmutz?

Gunnar Piening: Sie haben wohl noch nie nach Telebid gegoogelt, oder? Die erste Seite ist voll von aufgeregten Doofmännern, die meinen, wir würden lügen, betrügen und gehörten verboten. Hehe aber das findet ja jetzt niemand mehr, der nach “Swoopo” sucht…

Swoopoo: Na, das nenne ich perfekte Voraussetzungen für den geplanten Start in den vereinigten Staaten. Die wenigen der Dummen, die clever genug wären, vorher zu googlen auf was sie hereinfallen, werden absolut nichts finden. Bleibt nur die Frage, wie lange noch?
Wir danken für das Gespräch, Herr Piening!